Wiener Startup sofasession modernisiert mit Hightech das Musizieren

Das IT-Startup sofasession aus Wien ermöglicht Musikern dank neuer Technologien das gemeinsame Musizieren in Echtzeit über das Internet.

Jeder, der ein Instrument spielt und mit anderen Menschen Musik macht, kennt das Problem: Es ist schwierig, andere Musiker zu finden, kompliziert, sich mit ihnen zu treffen und zeitraubend, einen Proberaum zu finden und Instrumente dorthin zu transportieren. sofasession will genau diese Probleme für alle Musiker (Amateure und Profis) lösen: Über die Website sofasession.com können Musiker einfach gleichgesinnte Musiker treffen und mit diesen über das Internet in Echtzeit musizieren, wie in einem virtuellen Proberaum.

Helmut Herglotz, der Gründer des Unternehmens, erklärt, wie es zu sofasession gekommen ist: „Ich mache selber seit über 20 Jahren als Gitarrist in verschiedenen Bands Musik. Und ich bin seit Jahren mit immer denselben Problemen konfrontiert, die mir viel Zeit und am Ende auch schon die Nerven geraubt haben. Als ich mit anderen Musikern gesprochen habe und alle dieselben Probleme hatten, habe ich mich gefragt: Wieso geht das eigentlich nicht über das Internet?”

Facebook für Musiker

Die Vision von sofasession ist es, alle Musiker miteinander über das Internet zu vernetzen. Und das geht über das reine Knüpfen von Freundschaften hinaus. „Unser Ziel ist es, das Musizieren unabhängig von Ort und Zeit zu machen. Der ideale Pianist für dich lebt in Berlin? Das wäre normalerweise ein Ausschlussgrund, musiziert man aber über sofasession, so ist das auch über diese Distanz möglich. Einfach das Instrument am Computer anschließen, online auf sofasession gehen und dort mit einander musizieren.”

Neue Technologie

Um das zu ermöglichen hat sofasession eine Technologie entwickelt, die ultra-schnelle Audioverbindungen zwischen Internetnutzern zulässt. „Der Unterschied zwischen einem Gespräch, für das man Skype verwenden kann, und einer Jam Session ist, dass bei der Jam Session alles gleichzeitig passiert, während bei einem Gespräch immer abwechselnd gesprochen wird.” Damit das für das Musizieren funktioniert, darf also fast keine Verzögerung zwischen den Musikern bestehen. „Vergleichbar ist das mit einem schnellen Onlinegame. Sobald da eine zu große Verzögerung herrscht, kann man nicht mehr miteinander spielen.”

Das fünfköpfige Team von sofasession arbeitet an der perfekten Lösung für das beste Spielerlebnis, das für Musiker aller Niveaus und Genres gedacht ist und kann dabei auch auf erste Erfolge zurückblicken.

sofasession wurde im März 2014 in den österreichischen Inkubator INiTS aufgenommen und wurde durch das Hochtechnologie-Förderprogramm „PreSeed” der staatlichen Austria Wirtschaftsservice (AWS) unterstützt. Im Juni 2014 wurde die Website für alle online verfügbar gemacht und kann seitdem von Musikern gratis verwendet werden.

Musiker aus aller Welt

Die Nutzerbasis von sofasession ist sehr international. „Obwohl unsere Technologie erst in der ersten Version verfügbar ist, sind bereits User aus vielen Ländern vertreten. Wir hatten schon ziemlich exotische Jam Sessions mit einer Maultrommelspielerin aus Sibirien oder einer Folkgitarristin und -sängerin aus Venezuela, um ein paar Beispiele zu nennen. Der Großteil der Musiker kommt aber derzeit natürlich aus Österreich, Deutschland und Italien.”

Pläne für die Zukunft hat das Unternehmen noch viele, aber als Erstes will man den Dienst bei Musikern bekannt machen. „Wir werden sofasession im Rahmen der Musikmesse Ried präsentieren und haben die Möglichkeit erhalten, unser Startup bei The Summit in Dublin vorzustellen, dem größten Internet-Event Europas.”

Wien, 18.08.2014

www.sofasession.com
www.sofasession.com/presse